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Prompt-Tagebuch

Kein bürokratischer Nachweis, sondern Lernwerkzeug und zentraler Bestandteil des Pitches: nicht nur was wir erarbeitet haben, sondern wie. Gemeinsam geführt, nach Sprint unterteilt.

Sprint 1 · abgeschlossen 24 dokumentierte Sessions 18.04.–02.06.2026 Team LebensZeit

Eingesetzte Prompt-Strategien

01

Iterativer Aufbau

Ergebnisse in Stufen verfeinern statt in einem Wurf — Personas V1 bis V6, Prompts im Direktvergleich.

02

Expertenkontext & Kontextpflege

Rolle, Datenbasis und Ziel vorab setzen; die verbindlichen Basisdaten in jeder Session als Anker mitgeben.

03

Claude als Kritiker

Getrennte Rollen: erst die eigene Analyse aufbauen, dann von Claude angreifen lassen (CEO Dr. Lehnert, Modus B).

04

Meta-Prompting (Prompt Creator)

Den Prompt gemeinsam mit Claude entwickeln, statt ihn zu erraten — wirkungsvollste Methode des Sprints.

Session-Log · 24 Einträge

Jeder Eintrag zum Aufklappen: Ziel, wortwörtlicher Prompt, Claudes Antwort, Überraschungen, Fehlschläge, verbesserter Prompt, Ergebnis und Erkenntnis.

01 18.04.2026Personas Persona-Ersteinstieg (V1) Iterativer Aufbau Produzent
Ziel der Session
Eine erste Kundenpersona als Ausgangspunkt für die iterative Verfeinerung entwickeln.
Prompt (wortwörtlich)
Entwickle eine detaillierte Persona für einen typischen Kunden von LebensZeit. Struktur: Name, Alter, Beruf, Alltag, Bedürfnisse, Ängste, Erwartungen an uns, ein authentisches Zitat.
Claudes Antwort
Lieferte zwei Personas: Hildegard Stemmer (79, Rüthen, Pflegegrad 2) und Markus Dörre (51, Bauleiter, pflegt seine Mutter in Lippetal). Vollständige Abschnitte, aber noch generisch, ohne Regionalbezug.
Was hat überrascht?
Claude erstellte unaufgefordert zwei Personas – und erkannte Markus als „unsichtbaren Kunden“: zahlt mit, entscheidet mit, wird nie direkt angesprochen.
Was hat nicht funktioniert?
Die Personas waren austauschbar – hätten für München oder Hamburg stehen können. Kein Hellweg-Bezug, keine Verbindung zu LebensZeits Schwachstellen.
Ergebnis der Verbesserung
Version 1 als Grundlage gesichert. Bedarf für regionale Vertiefung identifiziert.
Claude als Kritiker?
Nein – in dieser Session noch als Produzent eingesetzt.
Erkenntnis
Der genaue Bezug zum eigenen Unternehmen fehlte komplett.
02 18.04.2026Personas Regionale Vertiefung (V2) Iterativer Aufbau Produzent
Ziel der Session
Die Personas auf die Lebenswirklichkeit der Hellweg-Region zuschneiden – Infrastruktur, Ortsbezug, Schwachstellen verknüpfen.
Prompt (wortwörtlich)
Diese Personas sind noch zu generisch. Schärfe sie für die ländliche NRW-Realität: konkrete Ortsteile, Distanzen, ÖPNV-Situation, und baue direkte Bezüge zu den bekannten Schwachstellen von LebensZeit ein (defizitäre Standorte Rüthen und Lippetal, 8 offene Stellen, fehlende Digitalisierung).
Claudes Antwort
Rüthen-Meiste (380 Einwohner), Bus zweimal täglich, Supermarkt 8 km, kein Smartphone. Hildegard hat gehört, der Standort Rüthen habe Probleme. Markus fährt 68 km über die A44, landet auf der Mailbox.
Was hat überrascht?
Wie viel Glaubwürdigkeit durch konkrete Kilometer, Bustakte und Ortsteile entsteht – die Personas klingen plötzlich wie echte Menschen.
Was hat nicht funktioniert?
Der LebensZeit-Bezug war angedeutet, nicht strategisch. Hildegards Sorge um den Standort wirkte wie Dekoration, nicht wie ein Argument.
Ergebnis der Verbesserung
Guter Zwischenschritt für die strategische Verwertbarkeit und die Schwachstellen-Matrix.
Claude als Kritiker?
Nein – Claude noch als Produzent, nicht als Gegenspieler.
Erkenntnis
Verortung ist kein Stilmittel, sondern Qualitätskriterium. „Ländlich in NRW“ ist kein Profil – „Rüthen-Meiste, 380 Einwohner, Bus zweimal täglich“ schon.
03 18.04.2026Personas Strategische Verdichtung (V3) Iterativer AufbauClaude als Kritiker Kritiker ✓
Ziel der Session
Personas auf pitch-reife strategische Argumente verdichten: Jobs to be done, Schwachstellen-Matrix, Spannungsfelder.
Prompt (wortwörtlich)
Verdichte beide Personas auf strategische Argumente. Ergänze: (1) Job to be done als einen einzigen Satz – was kauft diese Person wirklich? (2) Eine Tabelle: Persona-Bedürfnis │ Schwachstelle LebensZeit │ Strategische Konsequenz. (3) Einen Satz, der das stärkste Spannungsfeld auf den Punkt bringt.
Claudes Antwort
Hildegard kauft das Gefühl, noch nicht aufgeben zu müssen. Markus kauft Kontrolle aus der Distanz. Dazu Matrizen mit konkreten Konsequenzen (Bezugspflege-Modell, digitale Kurzkommunikation, Pflegelotse) und pitch-reife Spannungsfeld-Sätze.
Was hat überrascht?
Der Satz „Markus ist der unsichtbare Kunde von LebensZeit“ – nicht vom Team, von Claude. Sofort als stärkstes Argument identifiziert.
Was hat nicht funktioniert?
Die Tabellen beider Personas waren zu ähnlich – drei von vier Zeilen inhaltlich gleich (Ehrenamt, Fachkräftemangel doppelt).
Veränderter Prompt
Kürze die Tabellen auf drei Spalten, mach die Konsequenzen handlungsorientierter. Differenziere: Hildegard adressiert interne Qualitätssicherung, Markus Angehörigenkommunikation als eigenständiges Produkt.
Ergebnis der Verbesserung
Matrizen klar unterschiedlich: Hildegard intern, Markus extern. Spannungsfelder werden deutlich.
Claude als Kritiker?
Ja – Claude wurde gebeten, die Realisierbarkeit der Maßnahmen zu hinterfragen: Das Ehrenamtsnetzwerk als Brücke funktioniert nur strukturiert eingebunden – bei LebensZeit bisher nicht der Fall.
Erkenntnis
Job to be done ist der stärkste Verdichtungsschritt. Wer ihn nicht explizit formuliert, hat die Persona nicht verstanden.
04 22.04.2026Markt & Wettbewerb Marktkennzahlen + interaktive Standortkarte Iterativer AufbauClaude als Kritiker Kritiker ✓
Ziel der Session
Alle nötigen Kennzahlen für die Markt- & Wettbewerbsanalyse zusammentragen, Standorte visualisieren.
Prompt (wortwörtlich)
In diesem Projekt möchte ich an der Markt- und Wettbewerbsanalyse für LebensZeit gGmbH arbeiten. Suche mir alle nötigen Kennzahlen für eine solche Analyse zusammen. Beachte besonders die einzelnen Standorte. Konzentriere dich auch auf andere ansässige Pflegedienste und gib mir Kennzahlen wie Einwohnerzahl und Durchschnittsalter je Standort an.
Claudes Antwort
7-Kapitel-Dokument: Demografie je Standort (~60.900 Einwohner, ~3.995 Pflegebedürftige, ~3,0 Mio. € adressierbar), Makromarkt Deutschland (22 Kennzahlen), Regionalmarkt Kreis Soest, Wettbewerbsmatrix mit 10 Anbietern, KPI-Benchmark, strategische Implikationen.
Was hat überrascht?
Viele Informationen, die nicht direkt nachgefragt waren – Claude lieferte über das Geforderte hinaus.
Was hat nicht funktioniert?
In dieser Session noch keine Fehlfunktion.
Veränderter Prompt
Aufbauend: Erstelle eine interaktive Karte zum Geschäftsgebiet. Kennzeichne die Standorte. Beim Klick sollen Einwohnerzahl, Anteil 65+ und Durchschnittsalter erscheinen.
Ergebnis der Verbesserung
Visualisierung der Ergebnisse als interaktive Standortkarte.
Claude als Kritiker?
Ja – beim kritischen Review behob Claude drei Schwächen der Karte: willkürlicher Versorgungskreis entfernt (verzerrte die Darstellung), Basiskarte auf CartoDB Voyager umgestellt, Balkenbreiten-Formel normalisiert.
Erkenntnis
Kritische Überprüfung ist Pflicht – deutliche optische Darstellungsfehler erkennt Claude nicht von selbst. Man gibt am besten vor, wie viel Ergebnis man haben will.
05 02.05.2026Personas Kritische Selbstbefragung Claude als Kritiker Kritiker ✓
Ziel der Session
Die eigene Persona-Auswahl aktiv hinterfragen – Claude als Gegenposition, nicht als Bestätiger.
Prompt (wortwörtlich)
Bitte hinterfrage deine Antwort kritisch. Wieso wurden diese zwei Personas gewählt? Welche strategisch relevanteren Zielgruppen wurden möglicherweise übersehen?
Claudes Antwort
Hildegard und Markus sind Lehrbuch-Personas – naheliegend, nicht überraschend. Übersehen: Pflegefachkräfte (Schlüssel gegen Fachkräftemangel), Ehrenamtliche (Alleinstellung), Hausärzte als Zuweiser, Fördermittelgeber. Zudem: Beide Personas bestätigen LebensZeit – eine abwandernde Persona würde stärker zeigen, wo LebensZeit verliert.
Was hat überrascht?
Wie scharf Claude die eigene Entscheidung analysierte. Die Fachkraft-Persona als brisantere Alternative war ein echter blinder Fleck.
Veränderter Prompt
Wir möchten die Personas als Kundenprofil belassen (nicht Mitarbeiter-/Förderperspektive). Begründe, warum diese Entscheidung trotz der Kritik strategisch vertretbar ist.
Ergebnis der Verbesserung
Entscheidung bewusst bestätigt: Hildegard + Markus decken beide Entscheidungsebenen ab (Nutzer + Entscheider). Die Kritik hat den Wert der Entscheidung erhöht – sie ist jetzt begründet, nicht nur naheliegend.
Claude als Kritiker?
Ja – Claude als aktiver Gegenspieler eingesetzt.
Erkenntnis
Eine Entscheidung, die man verteidigen kann, ist stärker als eine, die nie hinterfragt wurde. Kritiker-Einsatz ist Qualitätssicherung.
06 06.05.2026Markt & Wettbewerb Wettbewerbs-Dashboard + kritische Korrektur Claude als Kritiker Kritiker ✓
Ziel der Session
Dynamisches Dashboard aus Marktkennzahlen mit Fokus auf die anderen Anbieter vor Ort – dann kritisch auf Fehler prüfen.
Prompt (wortwörtlich)
Baue ein Dashboard aus Marktkennzahlen, was du bisher über den Wettbewerb von LebensZeit weißt. Das Dashboard soll dynamisch sein und seinen Fokus auf die anderen Anbieter vor Ort haben. Wähle selbst Kennzahlen aus oder nutze die vorhandenen Analysen.
Claudes Antwort
Aufgeräumtes Dashboard – aber mit Zähl- und Konsistenzfehlern.
Was hat überrascht?
Extrem gut aufgeräumtes Dashboard, aber wiederholende Kennzahlen und Fehler in der Zusammenfassung.
Was hat nicht funktioniert?
Einfaches Zählen scheiterte: „6 von 9 Wettbewerbern“ – es sind aber 10.
Veränderter Prompt
Überprüfe das Wettbewerbs-Dashboard kritisch auf mögliche Fehler – Inhalt und Darstellung. Gibt es Kennzahlen, die du anpassen würdest? Begründe kurz. Aktualisiere anschließend das Dashboard und korrigiere die Werte.
Ergebnis der Verbesserung
Claude fand selbst 10 Fehler u. a.: „Hochrelevante Rivalen 2“ → 3 (DRK fehlte); „Ø Wettbewerber/Standort 5,3“ → 6,0; „6 von 9“ → „6 von 10“; Graumarkt statt Diakonie als Direktkonkurrent; Förderanteil „–16 PP“ → „+16 PP“; Intensitätswerte an Präsenzmatrix angeglichen; Umsatzbalken skaliert. Zahlen danach korrekt.
Claude als Kritiker?
Ja – Claude als zweite Expertise auf den eigenen Output angesetzt; lieferte eine 10-Punkte-Fehlerliste mit Begründung.
Erkenntnis
Auf den ersten Blick sah alles gut aus – man muss in die Tiefe gehen. Am besten mit einer zweiten Claude-Expertise gegenprüfen.
07 13.05.2026Reflexion & Tooling Virtuellen CEO-Kritiker bauen (Dr. Lehnert) Meta-Prompting (Prompt Creator) Produzent
Ziel der Session
Gemeinsam mit Claude einen wiederverwendbaren Rollen-Prompt für einen kritischen Geschäftsführer/Investor entwickeln.
Prompt (wortwörtlich)
Du bist ein kompetenter Promptingenieur und stimmst das Ergebnis perfekt auf unsere Bedürfnisse ab. […] Erarbeite mit mir einen Prompt für einen virtuellen Geschäftsführer, der die Ergebnisse beurteilt und besonders kritisch hinterfragt. Gehe mit mir Schritt für Schritt die Punkte durch, die für einen erfolgreichen Prompt notwendig sind.
Claudes Antwort
7 Entscheidungsschritte, je eine Frage: 1 Rolle (kritisch-konstruktiver CEO, Pitch-Simulation) · 2 Persona (20 J. Pflege + 10 J. Investor) · 3 Kontext (inkl. Bewertungskriterien) · 4 Aufgabe (Modus A Zwischen-Check + Modus B Generalprobe) · 5 Prüfraster (KI-Einsatz als Hauptfokus) · 6 Ton (fordernd-respektvoll, Lob nur am Schluss) · 7 Leitplanken (7 harte Verbote gegen Gefälligkeit). Jeder Schritt erzwang eine einzige Entscheidung.
Was hat überrascht?
Menge an Zwischenschritten und das geführte Frage-Antwort-Vorgehen.
Ergebnis der Verbesserung
Vollständig konfigurierter, wiederverwendbarer CEO-Rollen-Prompt „Dr. Markus Lehnert“.
Claude als Kritiker?
Jein – wir haben uns hier einen Kritiker gebaut, statt selbst zu kritisieren.
Erkenntnis
Prompt bauen lassen, wenn er häufiger eingesetzt werden soll und eine gute Grundstruktur braucht.
08 15.05.2026Reflexion & Tooling Virtuellen Projektorganisator bauen (ORGA) Meta-Prompting (Prompt Creator) Produzent
Ziel der Session
Einen Rollen-Prompt für einen Projektorganisator entwickeln, der den KI-Umgang des Teams kritisch hinterfragt.
Prompt (wortwörtlich)
Du bist ein kompetenter Promptingenieur […]. Es soll ein Experte für Projektorganisation erstellt werden, der unser Vorgehen konstruktiv und kritisch hinterfragt. Fokus ist nicht die Analyse selbst, sondern unser Umgang mit KI. Bisher umgesetzt: 1. Eigenarbeit mit den Unterlagen 2. grobe Abstimmung + Aufgabenverteilung 3. wöchentliche Meetings. Erarbeite mit mir einen Prompt für einen virtuellen Organisator.
Claudes Antwort
Runde 1: Grundgerüst (Rolle, Kontext, Stil) + 3 offene Stellschrauben. Runde 2: alle 3 aktiviert, 8 Detailfaktoren nachgefragt. Runde 3: Fakten geliefert (Datum, Tooling, Schmerzpunkte, Meeting-Takt) → finaler, auf die Team-Realität zugeschnittener Prompt.
Was hat überrascht?
Weniger Zwischenschritte und kein geführtes Q&A wie beim CEO.
Was hat nicht funktioniert?
Die Idee kam zu spät, um in Sprint 1 noch produktiv eingesetzt zu werden.
Veränderter Prompt
Ergänzung des konkreten Team-Kontexts (Eigenarbeit → Abstimmung → Wochenmeetings), damit der Organisator an die Team-Realität angepasst ist.
Ergebnis der Verbesserung
Kontext passte den Prompt deutlich besser ans Team an. Was fehlte, zeigte sich aber erst nach dem ersten Durchlauf.
Claude als Kritiker?
Nein.
Erkenntnis
Wichtig: Kontext mitgeben. Ohne Team-Realität bleibt der Organisator generisch.
09 15.05.2026Personas Prompt-Optimierung (Direktvergleich) Expertenkontext & KontextpflegeMeta-Prompting (Prompt Creator)Claude als Kritiker Kritiker ✓
Ziel der Session
Den Original-Prompt analysieren, seine Schwächen benennen und einen strategisch überlegenen Prompt entwickeln.
Prompt (wortwörtlich)
Du bist Strategie- und Marketingexperte mit Schwerpunkt ambulante Pflege im ländlichen Deutschland. Entwickle eine detaillierte Kundenpersona für LebensZeit gGmbH […]. Ziel: Zeige, wo das Bedürfnis des Kunden direkt auf eine Schwachstelle trifft. Struktur: 1 Demografie · 2 Alltag & Bedürfnisse (regionale Bezüge) · 3 Ängste & Hemmschwellen · 4 Erwartungen an LebensZeit · 5 Job to be done (ein Satz) · 6 authentisches Zitat (westfälisch-zurückhaltend). Als Fließtext, nicht als Liste. Danach Tabelle: Bedürfnis │ Schwachstelle │ Konsequenz. Zum Schluss: stärkstes Spannungsfeld in einem Satz.
Claudes Antwort
Claude benannte 5 Schwächen des Original-Prompts: (1) „typischer Kunde“ zu vage, (2) kein Unternehmenskontext, (3) Listenstruktur erzwingt Stichpunkte, (4) kein Ziel benannt, (5) keine Iteration eingebaut. Optimierter Prompt: Expertenrolle + Kontext + Ziel + Fließtext + Job-to-be-done-Pflichtfeld + regionaler Anker + Spannungsfeld-Tabelle.
Was hat überrascht?
Dass allein Unternehmenskontext + Zielformulierung den Output-Sprung von V1 auf V3 erklärt.
Was hat nicht funktioniert?
Der erste Optimierungsversuch war zu lang – zu viele Bedingungen auf einmal, wieder Stichpunkt-Output.
Veränderter Prompt
Fasse den Prompt aufs Wesentliche zusammen: Kontext in 3 Sätzen, Ziel in 1 Satz, Struktur als nummerierte Liste, eine Qualitätsanforderung pro Feld.
Ergebnis der Verbesserung
Direktvergleich Original vs. optimiert: Brigitte Feldkamp (neue Persona) war in einem Durchlauf pitch-reifer als Hildegard nach V1 und V2 zusammen.
Claude als Kritiker?
Ja – Claude stellte den eigenen optimierten Output gegen den Original-Output und benannte die Qualitätsdifferenz selbst.
Erkenntnis
Kontext + Ziel + Struktur + Qualitätsanker ergeben zusammen eine andere Antwort als jedes Element allein. Ein guter Prompt ersetzt nicht alle Iterationen, macht aber den ersten Durchlauf verwertbar.
10 19.05.2026Pitch-Material Logo-Design & Markenregeln (SVG) Expertenkontext & Kontextpflege Produzent
Ziel der Session
Ein SVG-Logo erstellen, das die Kernwerte nah · vernetzt · nachhaltig visualisiert und auf allen Hintergründen nutzbar ist.
Prompt (wortwörtlich)
LebensZeit Logo – Pflichtregeln für alle Dokumente, Dashboards & Präsentationen. Das Logo erscheint niemals in Weiß; die Farbe passt sich dem Hintergrund an. Der Schriftzug „LebensZeit“ verwendet immer eine Serifenschrift. [+ vollständige Farbregel]
Claudes Antwort
SVG-Logo mit Pentagon-Signet (5 Netzwerkknoten), konzentrischen Ringen und Blattmotiv. Wordmark in Serife, gGmbH darunter, „PFLEGE · GESUNDHEIT · GEMEINSCHAFT“ und „nah · vernetzt · nachhaltig“ zentriert.
Was hat überrascht?
Die Tiefe der Symbolik – Claude erklärte selbst, dass die drei Ringe für Nähe, Vernetzung und Nachhaltigkeit stehen, ohne dass das vorgegeben war.
Was hat nicht funktioniert?
In der ersten Version fehlte die Schreibweise „LebensZeit“ (großes Z), gGmbH war nicht direkt darunter. Zweimal nachiteriert.
Veränderter Prompt
Zentriere die drei Kernwerte unter dem gesamten Logo, setze gGmbH direkt unter LEBENSZEIT. Schreibe „LebensZeit“ zusammen, aber mit großem Z.
Ergebnis der Verbesserung
Finale Form mit korrekter Typografie, Anordnung und SVG-/PDF-Export.
Claude als Kritiker?
Nein – rein gestalterische Iteration.
Erkenntnis
Präzise Formatierungsregeln vorab (Farbe, Font, Anordnung) sparen Iterationen. Claude denkt Symbolik eigenständig mit – das kann man nutzen.
11 19.05.2026Pitch-Material Unternehmensanalyse / Skript-Zusammenfassung Expertenkontext & KontextpflegeClaude als Kritiker Kritiker ✓
Ziel der Session
Aufgabenstellung und Unternehmensprofil aus dem Sprint-Skript zusammenfassen, kritisch prüfen und für spätere Sessions verankern.
Prompt (wortwörtlich)
In unserem Aufgabenskript erhältst du erste Informationen zu unserer Firma. Schaue bitte kritisch über das Skript, fasse zusammen und notiere die wichtigsten Stichpunkte. Merke sie dir für spätere Aufgabenstellungen.
Claudes Antwort
Strukturierte Zusammenfassung: Profil, 5 Standorte, Kernwerte, Stärken (Vertrauen, Flächendeckung, Ehrenamt), Baustellen (Rüthen/Lippetal defizitär, 8 offene Stellen, fehlende Digitalisierung), Sprint-Aufgaben, Pitch-Termin 15. Juni.
Was hat überrascht?
Claude erkannte ohne Nachfrage die Wechselwirkung der drei Herausforderungen (Förderabhängigkeit, Personal, Digitalisierung) als systemisches Risiko – nicht als drei isolierte Probleme.
Was hat nicht funktioniert?
Nichts – die Zusammenfassung war vollständig und direkt verwertbar.
Claude als Kritiker?
Ja – explizit um „kritische“ Prüfung gebeten. Claude identifizierte die Förderabhängigkeit als strukturelles, nicht nur operatives Problem.
Erkenntnis
Das Wort „kritisch“ im Prompt macht einen messbaren Unterschied: ohne liefert Claude Zusammenfassungen, mit liefert er Einschätzungen.
12 25.05.2026Personas Personas neu (V6 – 5 Kritikpunkte behoben) Iterativer AufbauClaude als Kritiker Kritiker ✓
Ziel der Session
Die in der Selbstkritik gefundenen Schwächen beheben: innere Widersprüche als Muster, konkretes Scheitern-Moment, Kognition zeigen statt nennen.
Prompt (wortwörtlich)
Schreibe beide Personas neu. Einzubauen: (1) Innere Widersprüche als Muster, nicht als Einzel-Szene. (2) Konkretes Scheitern-Moment mit Datum und Konsequenz. (3) Hildegards Kognition durch Szenen zeigen, nicht benennen. (4) Strategiematrizen differenzieren: Hildegard intern, Markus Angehörigenkommunikation als Produkt.
Claudes Antwort
Hildegard räumt auf, bevor jemand kommt; richtet Tabletten selbst – verwechselt zwei; Nachbarin-Lüge (liegt seit 3 Wochen im Krankenhaus). Markus: Förderantrag 3 Monate zu spät, 125 €/Monat entgangen; Spontanfahrt 68 km nur zum Nachsehen. Widerspruch als strukturelles Muster, nicht als Ausnahme.
Was hat nicht funktioniert?
V5 hatte bei Hildegard noch eine Einzel-Szene statt eines Musters – musste nochmals iteriert werden.
Veränderter Prompt
Hildegards Widerspruch ist noch eine Szene, kein Muster. Schreib den Abschnitt so, dass klar wird: Das ist nicht eine Ausnahme – das ist, wie sie täglich lebt.
Ergebnis der Verbesserung
Alle 5 Kritikpunkte aus der Selbstanalyse bereinigt. Pitch-reife Gesamtfassung.
Claude als Kritiker?
Ja – explizit gefragt: „Bist du mit Hildegard und Markus zufrieden oder würdest du etwas anders machen?“ Claude nannte 5 Schwachstellen, die danach alle behoben wurden.
Erkenntnis
Iteration endet nicht, wenn das Ergebnis gut ist – sie endet, wenn der Kritiker keine neuen Argumente mehr findet.
13 26.05.2026Five Forces Prompt Creator – Five-Forces-Prompts entwickeln Meta-Prompting (Prompt Creator)Iterativer Aufbau Produzent
Ziel der Session
Die bestmöglichen Prompts für die Five-Forces-Analyse iterativ entwickeln – durch gezielte Rückfragen von Claude.
Prompt (wortwörtlich)
Ich brauche einen richtig guten Prompt für Porters Five Forces. Sei mein Prompt Creator. Deine Aufgabe ist es, die bestmöglichen Prompts für meine Zwecke zu generieren. […] Frage mich zunächst, was meine Fragestellung ist, und verfeinere iterativ.
Claudes Antwort
4-stufiger Frage-Antwort-Dialog (Tiefe, Kritikformat, Skalierung, Outputformat), schrittweise Verfeinerung, am Ende zwei ausgearbeitete Prompts: Prompt 1 (Analyse) + Prompt 2 (kritischer Analyst).
Was hat überrascht?
Claude schlug eigenständig die 1–5-Bewertungsskala vor und begründete, warum gerade sie für Wettbewerbsanalysen optimal ist.
Was hat nicht funktioniert?
Der erste Entwurf war zu generisch – erst nach Einspielung konkreter Wettbewerbsdaten aus den Projektdateien wurden die Prompts pitch-tauglich.
Veränderter Prompt
Iteration: Kontext aus Projektdateien (Wettbewerbsanalyse, Marktdaten) + Zeithorizont 1–5 Jahre + Investitionsfelder (Digitalisierung, Personal, Stabilität) ergänzt.
Ergebnis der Verbesserung
Zwei pitch-ready Prompts mit vollständigem Kontext, klarer Skalendefinition und investorentauglicher Formulierung.
Claude als Kritiker?
Indirekt – hier wurde der Kritiker-Prompt (Prompt 2) erst erzeugt, aber noch nicht angewendet. Die eigentliche Gegenanalyse folgt zwei Sessions später.
Erkenntnis
Prompt Creator ist hochwirksam: Statt zu schreiben und zu hoffen, entwickelt man den Prompt gemeinsam mit Claude. Das Ergebnis ist spürbar schärfer.
14 26.05.2026Five Forces Five-Forces-Analyse (bewertet 1–5) Expertenkontext & Kontextpflege Produzent
Ziel der Session
Vollständige, bewertete Five-Forces-Analyse mit Übersichtstabelle und strategischer Stoßrichtung (2026–2031).
Prompt (wortwörtlich)
Du bist ein erfahrener Strategieberater mit Spezialisierung auf den deutschen Pflegemarkt. […] Analysiere die Wettbewerbssituation der LebensZeit gGmbH vollständig anhand von Porters Five Forces. [+ vollständiger Kontext, Skalendefinition, Outputformat]
Claudes Antwort
Vollständige Analyse: je Kraft 3–4 Sätze, 2 Argumente, Bewertung 1–5. Neue Wettbewerber 2/5, Lieferantenmacht 4/5, Kundenmacht 2/5, Substitute 3/5, Wettbewerbsintensität 3/5. Strategische Stoßrichtung: „Das Zeitfenster schließt sich bis 2028.“
Was hat überrascht?
Die strategische Stoßrichtung war von Anfang an investorentauglich. Besonders stark: „Das Zeitfenster schließt sich bis 2028“ – knapp, präzise, Druck erzeugend.
Was hat nicht funktioniert?
Nichts Wesentliches – auf dem ersten Versuch vollständig und pitch-tauglich.
Claude als Kritiker?
Ja – direkt anschließend mit Prompt 2 (nächste Session). Der Kritiker-Dialog war Teil der geplanten Zwei-Stufen-Strategie.
Erkenntnis
Ein präzise vorbereiteter Prompt zahlt sich direkt aus. Vorbereitung schlägt Improvisation.
15 26.05.2026Five Forces Kritische Gegenanalyse (Investorenperspektive) Claude als Kritiker Kritiker ✓
Ziel der Session
Claude als skeptischen Investor einsetzen: Schwachstellen der eigenen Analyse identifizieren, provokante Fragen + Antwortvorschläge.
Prompt (wortwörtlich)
Übernimm jetzt die Rolle eines kritischen Analysten, der die soeben erstellte Five-Forces-Analyse von LebensZeit kritisch hinterfragt. Identifiziere drei konkrete Schwachstellen […]. Formuliere provokante Investorenfragen […] und liefere überzeugende Antwortvorschläge.
Claudes Antwort
3 Blöcke: (1) Förderabhängigkeit – „70 %-Ziel in 6 Jahren nicht erreicht“ + Antwort. (2) Digitalisierungsrückstand – Querschnittswirkung auf alle drei Kräfte (blinder Fleck der eigenen Analyse). (3) Personalengpass – Wachstum strukturell blockiert. Fazit: Alle drei Risiken verstärken sich gegenseitig.
Was hat überrascht?
Claude identifizierte die Querschnittswirkung des Digitalisierungsrückstands als blinden Fleck – dieser Zusammenhang fehlte in der eigenen Analyse tatsächlich. Eine echte Erkenntnis, keine Wiederholung.
Was hat nicht funktioniert?
Die Kritik an der Förderabhängigkeit war etwas zu wohlwollend – im echten Pitch würde härter nachgebohrt.
Claude als Kritiker?
Ja – diese Session war vollständig als Kritiker-Modus konzipiert.
Erkenntnis
Den Kritiker-Modus erst NACH der eigenen Analyse zu starten (Zwei-Stufen-Strategie) ist deutlich wirksamer als gleichzeitig. Zuerst Position aufbauen, dann angreifen lassen.
16 28.05.2026Pitch-Material Pitch-Dashboard (interaktives HTML) Claude als Kritiker Kritiker ✓
Ziel der Session
Interaktives browserbasiertes Pitch-Dashboard erstellen – mit Logo, KPI-Kacheln, aufklappbaren Five-Forces-Karten und kritischer Analyse.
Prompt (wortwörtlich)
Bereite mir für den Pitch eine gute Präsentationsmöglichkeit vor. Nichts Alltägliches, etwas, womit ich überzeugen kann. Visuell gut aufgebaut, nicht kompliziert, einfach händelbar, mit unserem erarbeiteten Logo aus den Dateien.
Claudes Antwort
Einseitiges HTML-Dashboard: Tab-Navigation (Five Forces / Kritische Analyse), KPI-Kacheln, aufklappbare Karten mit Ampelbewertung, dreispaltiger Kritikblock, Stoßrichtung im dunkelgrünen Abschlussblock. Downloadbar, offline-fähig.
Was hat überrascht?
Der erste Entwurf hatte einen kritischen Bug: UTF-8-Sonderzeichen (Umlaute, Gedankenstriche) wurden durch das Bash-Heredoc korrumpiert und machten den JavaScript-Code ungültig. Claude diagnostizierte das selbst und löste es über Python-basierte Dateiausgabe.
Was hat nicht funktioniert?
Beim ersten Export war das Dashboard nicht bedienbar – keine aufklappbaren Elemente. Ursache: korrumpierte UTF-8-Zeichen im JavaScript.
Veränderter Prompt
Da scheint etwas schiefgelaufen zu sein – das Dashboard ist nicht bedienbar, keine aufklappbaren Elemente. Kannst du das bitte überprüfen?
Ergebnis der Verbesserung
Voll funktionierendes HTML-Dashboard mit validiertem JavaScript und korrekter UTF-8-Kodierung.
Claude als Kritiker?
Ja – Claude wurde gebeten, den eigenen Code zu debuggen und die Fehlerursache zu benennen, nicht nur zu reparieren.
Erkenntnis
Technische Outputs immer testen, bevor man sie abliefert. Claude kann Bugs selbst diagnostizieren – aber nur, wenn man ihn auf das Problem hinweist.
17 28.05.2026Pitch-Material Redeskript (3–4 Minuten) Expertenkontext & KontextpflegeIterativer Aufbau Produzent
Ziel der Session
Getaktetes Redeskript für den Pitch – mit Timing, Dashboard-Aktionen, Sprechtexten, Investorenfragen und Antworten.
Prompt (wortwörtlich)
Baue mir jetzt bitte ein Redeskript zum Pitch. Insgesamt sollte die Präsentation nicht länger als 3–4 Minuten dauern!
Claudes Antwort
6 Blöcke mit Timing (Eröffnung 0:00 → Abschluss 4:00), je Block Dashboard-Aktion, Sprechtext, Investorenfragen (rot) und Antworten (grün), plus Spicker-Tabelle und Kernsatz.
Was hat überrascht?
Claude integrierte die drei Investorenfragen aus der kritischen Analyse direkt in Block 4 – farbcodiert (rot Frage, grün Antwort). Kohärent über alle Sessions hinweg.
Was hat nicht funktioniert?
Nichts – auf Anhieb vollständig und im richtigen Zeitfenster.
Claude als Kritiker?
Ja (indirekt) – das Skript integriert die Kritiker-Antworten aus der Gegenanalyse als Pitch-Sequenz.
Erkenntnis
Claude baut auf frühere Sessions auf, wenn man ihn in einem kohärenten Verlauf führt. Ohne die Kritiker-Session wäre das Skript deutlich schwächer.
18 10.06.2026Personas Investoren-Simulation Dr. Lehnert (Zwischen-Check B3) Claude als Kritiker Kritiker ✓
Ziel der Session
Pitch-Schärfe der Personas durch simulierten Investoren-Check testen – Claude als Dr. Markus Lehnert (CEO & Investor), Modus A.
Prompt (wortwörtlich)
[Rollen-Prompt Dr. Markus Lehnert, Modus A – Zwischen-Check Baustein 3. Vollständiger Rollen-Prompt siehe Session „CEO-Kritiker bauen“.]
Claudes Antwort
Dr. Lehnert: „Baustein 3 ist der stärkste Einzelbaustein.“ Kritik: (1) Keine sichtbare Stelle, wo Claude falsch lag und das Team korrigiert hat. (2) Ehrenamtsnetzwerk als Lösung – 45 Ehrenamtliche für 180 Fälle, rechnet das? (3) Hildegards Dokumentationslücke muss als 90-Tage-Maßnahme in B4 auftauchen, sonst hängt der stärkste Satz in der Luft.
Was hat überrascht?
Die Haftungsfrage: „Kognitive Verschlechterung, niemand dokumentiert sie, Notfall passiert – war das vermeidbar?“ Das hatte das Team nicht auf dem Schirm.
Was hat nicht funktioniert?
Die erste Rollen-Antwort war zu weich – Nachschärfung nötig.
Veränderter Prompt
Bleib in der Rolle. Bewerte nur, was auf dem Tisch liegt. Keine Bestätigung ohne konkreten Bezug. (Du bist Dr. Lehnert, nicht mein Coach.)
Ergebnis der Verbesserung
Drei konkrete Pitch-Lücken identifiziert, die ohne Simulation nicht aufgefallen wären – direkt in die Pitch-Vorbereitung eingeflossen.
Claude als Kritiker?
Ja – Claude in der Investorenrolle ist die härteste Form der Kritiker-Nutzung in diesem Sprint.
Erkenntnis
Ein Pitch, der eine simulierte Investorenfrage nicht beantworten kann, wird die echte auch nicht beantworten. Besser jetzt scheitern als vor dem Gremium.
19 12.06.2026SWOT & Stoßrichtung SWOT-Analyse als PDF Expertenkontext & Kontextpflege Produzent
Ziel der Session
Vollständige SWOT-Analyse aus allen Projektinformationen erstellen und als druckfertiges PDF im Corporate Design ausgeben.
Prompt (wortwörtlich)
Erstelle mir mit all den Infos, die du aus dem Projekt hast, eine astreine, perfekte SWOT-Analyse für das Unternehmen. Gib sie dann als PDF aus.
Claudes Antwort
Sechsseitiges PDF im LebensZeit-Design: Unternehmensüberblick mit Kennzahlenkarten, farbcodierte SWOT-Matrix (intern/extern), Detailbewertungen, TOWS-Kombinationsstrategien und priorisierte Stoßrichtung 2026–2031.
Was hat überrascht?
Claude zog selbstständig alle Quellen aus dem Projekt zusammen (Steckbrief, Markt- & Wettbewerbsanalyse, Five Forces) und quantifizierte – z. B. 38 % Förderabhängigkeit, ~4,5 % Marktdurchdringung – ohne Zahlenvorgabe.
Was hat nicht funktioniert?
Nichts – direkt verwertbar. Der bewusst offene Prompt funktionierte nur, weil Projektwissen und Design-Regeln bereits sauber hinterlegt waren.
Claude als Kritiker?
Nein – die Qualitätsprüfung erfolgte durch Gegenlesen im Team.
Erkenntnis
Kurze Prompts reichen, wenn der Kontext stimmt: Die Arbeit steckt in der Pflege des Projektwissens, nicht in der Prompt-Länge.
20 12.06.2026Pitch-Material Investorpitch 20 Minuten (PPTX) Expertenkontext & KontextpflegeIterativer Aufbau Produzent
Ziel der Session
Professionellen 20-minütigen Investorpitch erstellen, der alle geforderten Themen aus Sprint 1 + 2 abbildet.
Prompt (wortwörtlich)
Du hast alle Infos im Projekt. Die Aufgabenstellung findest du in den Dateien Sprint 1 und Sprint 2. Erstelle den Investorpitch mit allen Themen, die enthalten sein sollen. Design findest du auch in den Dateien. Lese, verstehe und setze dann um. Es soll ein professioneller Investorpitch für ca. 20 Minuten sein, in dem alles abgebildet ist, was gefordert ist.
Claudes Antwort
PPTX im LebensZeit-Design mit allen Pflichtbausteinen beider Sprints – Markt & Wettbewerb, Five Forces, Personas, SWOT & Stoßrichtung, KI-Vorgehensmodell, Roadmap, Förderbedarf – inkl. Zeitbudget pro Abschnitt.
Was hat überrascht?
Claude las beide Aufgabenskripte eigenständig, ordnete jedem Baustein eigene Folien zu und plante die Redezeit mit – ohne vorgegebene Gliederung.
Was hat nicht funktioniert?
Teile der Daten waren veraltet: Der Pitch griff auf ältere Stände von Personas und SWOT zurück. Bei mehreren Dateiversionen wählt Claude nicht automatisch die aktuellste.
Veränderter Prompt
Passe den Investorpitch mit den Infos aus LebensZeit_Handout_Personas_neu.pdf und LebensZeit_SWOT_Analyse.pdf an. Die Daten waren noch falsch.
Ergebnis der Verbesserung
Aktualisierte Präsentation – Zahlen, Personas und SWOT konsistent. Durch explizite Dateinennung war die Korrektur in einem Schritt erledigt.
Claude als Kritiker?
Nein – der Fehler fiel beim Gegenlesen auf; Korrektur durch gezielte Quellenangabe im Folge-Prompt.
Erkenntnis
„Lese, verstehe und setze um“ funktioniert als Delegation – aber Versionskontrolle bleibt Teamaufgabe. Maßgebliche Datenquellen müssen im Prompt explizit benannt werden.
21 12.06.2026Pitch-Material Handout + QR-Code Expertenkontext & Kontextpflege Produzent
Ziel der Session
Aus der fertigen Pitch-Präsentation ein kompaktes Investoren-Handout ableiten – plus QR-Code für den digitalen Zugriff.
Prompt (wortwörtlich)
Erstelle aus der Präsentation ein Handout + QR-Code zum Scannen, um an das Handout zu kommen.
Claudes Antwort
Kompaktes Handout mit den Kernaussagen (Markt, Personas, SWOT, Stoßrichtung, Förderbedarf) im Corporate Design – plus selbst generierter QR-Code.
Was hat überrascht?
Claude erzeugte den QR-Code direkt per Code-Ausführung – kein externes Tool nötig. Aus einem Artefakt (PPTX) entstanden zwei Folgeformate in einem Schritt.
Was hat nicht funktioniert?
Ein QR-Code kann nur auf eine real erreichbare Adresse zeigen – der Link muss nach dem finalen Upload geprüft/aktualisiert werden.
Claude als Kritiker?
Nein.
Erkenntnis
Fertige Artefakte sind Ausgangspunkte, keine Endpunkte: Präsentation → Handout → QR-Code in einer Kette. Medienbrüche überbrückt ein einziger kurzer Prompt.
22 12.06.2026Reflexion & Tooling Finale Überprüfung der Zusatzaufgaben Claude als Kritiker Kritiker ✓
Ziel der Session
Die Zusatz-Anforderungen aus dem Sprint-Skript prüfen und die Prompttagebücher auf Erledigung der Bausteine abgleichen.
Prompt (wortwörtlich)
Prüfe die Zusätze und Hinweise aus der Datei KI-Pionierzirkel_Sprint1_Unterlagen und prüfe die Prompttagebücher auf Erledigung der jeweiligen Aufgaben.
Claudes Antwort
Momentaufnahme auf Basis der damals hochgeladenen Dateien – kein Endstand. B1 ✅ (5 Strategien dokumentiert) · B2 ✅ (Zwei-Stufen-Dialog, im Redeskript integriert) · B3 ⚠️ (Endprodukt vorhanden; die Prozess-Doku im Personas-Tagebuch lag bereits vor, war zum Prüfzeitpunkt aber nicht im Projekt eingelesen) · B4 ❌ (kein dokumentierter Stoßrichtungs-Dialog) · B5 ⚠️ (Reflexion gut, explizites Vorgehensmodell fehlte).
Was hat nicht funktioniert?
Nicht alle Dateien waren zum Prüfzeitpunkt im Projekt – der Befund ist eine Momentaufnahme. Das Personas-Tagebuch (B3-Prozess) existierte bereits, war hier aber nicht eingelesen.
Claude als Kritiker?
Ja – Claude prüfte die eigenen Projektergebnisse kritisch auf Vollständigkeit. Kein Rollen-Kritiker, aber ein echter Soll-Ist-Abgleich gegen die Aufgabenstellung.
Erkenntnis
Ein Vollständigkeits-Check ist nur so gut wie die bereitgestellten Quellen: B3 war längst dokumentiert – die Lücke lag in der Datei-Bereitstellung, nicht in der Arbeit. Lehre: Prüfquellen vor dem Audit vollständig ins Projekt laden und veraltete Doubletten entfernen.
23 12.06.2026Pitch-Material Einheitliches Dashboard – finalen Prompt bauen Meta-Prompting (Prompt Creator)Iterativer Aufbau Produzent
Ziel der Session
Einen Prompt entwickeln, der alle Ergebnisse in einem einzigen interaktiven Dashboard im Pitch-Design zusammenfasst.
Prompt (wortwörtlich)
Wir sind ein fiktives Unternehmen und sollen in einem Investorpitch unterschiedliche Ergebnisse vorstellen. Wesentliches Ziel ist, wie wir mit KI umgehen. Hilf mir, einen Prompt zu bauen, der das Ergebnis in einem einzigen interaktiven Dashboard zusammenfasst. Das Design soll aus der Datei zum Pitch übernommen werden. Die Startseite soll die Aufgaben zeigen; mit Klick auf einen Bereich wird die Erarbeitung eingebunden. Übernimm die Daten genau. [+ alle 5 Bausteine + Pitch-Anforderungen]
Claudes Antwort
Claude analysierte alle Projektdateien, identifizierte zunächst fehlende Infos und präzisierte über drei Multiple-Choice-Klärungsrunden: Detailtiefe (Ergebnis vs. Prozess), Personenzuordnung (keine), Claude-Dialoge (3 Beispiele + Anhang), Asset-Integration (Wettbewerbs-Dashboard + Standortkarte eingebettet), Inhaltstreue (exakt übernehmen, nur Format anpassen). Ergebnis: vollständig spezifizierter Prompt in Blockstruktur.
Was hat überrascht?
Claude fragte in einer Art Mini-Menü nach Details und parallel in langer Textform – das musste in zwei Schritten bearbeitet werden.
Was hat nicht funktioniert?
Ausführung des finalen Prompts scheiterte zunächst, weil das falsche Modell gewählt wurde, das das gesamte Tokenlimit ausschöpfte. Urlaubsabwesenheiten verhinderten vollständiges Zusammentragen.
Veränderter Prompt
Ergänzungen: 1. nicht relevant, wer was erarbeitet hat. 2. an der Präsentation orientieren. 3. drei Beispiele aus den Tagebüchern einbauen. 4. Assets integrieren. 5. Inhalt genau übernehmen, nur Format anpassen. Bei den Personas einen Bereich für zwei manuell einfügbare Videos ergänzen.
Ergebnis der Verbesserung
Finaler, vollständig spezifizierter Prompt.
Claude als Kritiker?
Nein.
Erkenntnis
In Textform antworten lassen, wenn man es ausführlich will; im Mini-Menü, wenn es schnell gehen soll (vorausgefüllte Antworten).
24 12.06.2026Reflexion & Tooling Generalprobe Dr. Lehnert (Modus B) Claude als Kritiker Kritiker ✓
Ziel der Session
Gesamtergebnis aller Bausteine durch den konfigurierten CEO/Investor im Modus B prüfen – härteste Kritiker-Session des Sprints.
Prompt (wortwörtlich)
Prüfe die Projekt-Anlagen in deiner Rolle als CEO. Modus B. Der Investorpitch dient als Basis. [Vollständiger Rollen-Prompt Dr. Markus Lehnert – siehe Session „CEO-Kritiker bauen“.]
Claudes Antwort
Strukturierte Generalprobe: Gesamteindruck, KI-Vorgehens-Check, Konsistenzprüfung, 7 harte Pitch-Fragen. Befunde: (1) Anlagen widersprechen sich – zwei Persona-Sets (Deck vs. Handout), „1 Stoßrichtung“ im Deck vs. „3 Säulen“ in SWOT/Redeskript; (2) Marktpotenzial-Rechnung inkonsistent (95,5 % unerschlossen nach Fällen vs. 70 % nach Umsatz); (3) dokumentierter Zählfehler „6 von 9“ steht trotz Korrektur-Session noch im Deck; (4) kein Investitionsbetrag im gesamten Pitch; (5) Personalrechnung für Ziel 300 Fälle fehlt; (6) Redeskript (3–4 Min, nur Five Forces) deckt das 20-Min-Format nicht. Positiv: Prompt-Creator + Zwei-Stufen-Kritik als echte Strategien, Roh-Tagebuch mit 10 Dashboard-Fehlern als stärkster KI-Nachweis, ehrliche Grenzen-Reflexion.
Was hat überrascht?
Fehler wurden teils erst im Abgleich der Daten zwischen den Dokumenten erkannt.
Was hat nicht funktioniert?
Noch nicht alle Dateien verfügbar; Anpassungen nur teilweise übernommen, weil eine vollständige Überarbeitung zu umfangreich gewesen wäre.
Veränderter Prompt
Nur aktualisiert, nachdem Daten nachgereicht wurden.
Ergebnis der Verbesserung
Fehler rückläufig. Konkreter To-do-Stack vor dem Pitch: Anlagen konsolidieren, Potenzialrechnung vereinheitlichen, Investitionsbetrag beziffern.
Claude als Kritiker?
Ja – vollständige Generalprobe im konfigurierten CEO/Investor-Modus, härteste Kritiker-Session des Sprints.
Erkenntnis
Konsistenz zwischen den Dokumenten ist ein eigener Prüfschritt – KI-Outputs einzeln zu prüfen reicht nicht.

Abschluss-Reflexion (vor dem Pitch)

24
Claude-Sessions
12 / 24
mit Claude als Kritiker
3
echte blinde Flecken
2
Strategie-Änderungen
Wirkungsvollster Prompt
Prompt-Creator-Methode: Der Prompt wird gemeinsam mit Claude über gezielte Rückfragen entwickelt, statt ihn zu schreiben und zu hoffen — spürbar schärfer und wiederverwendbar (Five-Forces-Prompts, CEO- und Organisator-Rolle).
Zweitbester Prompt
Zwei-Stufen-Strategie: erst die eigene Analyse aufbauen, dann Claude als Kritiker dagegenhalten. Die Rollentrennung (Analyst gegen Investor) erzeugt deutlich schärfere Ergebnisse als ein kombinierter Prompt.
Blinde Flecken
Graumarkt als stilles Substitut · Digitalisierung als Querschnittswirkung statt Einzelmaßnahme · fehlende Entscheider-Persona (Angehörige).
Strategie-Änderungen
Von drei Säulen zu einer Stoßrichtung · Persona-Fokus auf die Angehörigen (Option C).
Grenzen von Claude
Ohne verbindliche Datenbasis driften Zahlen; erste Antworten sind oft zu generisch. Erst Kontext-Anker, Iteration und Kritik machen sie pitch-reif.
Nächsten Sprint anders
Geteiltes Tagebuch ab Tag 1 statt rückwirkend · ein Owner für den App-Prototyp · Kritik ritualisieren (Investor-Roast, Persona-Kritik).
Sprint 2 · läuft

Sprint 2 „Vertrieb & Marketing" wird ab Tag 1 dokumentiert — gleiche Struktur wie Sprint 1. Für jede Claude-Session einen Eintrag anlegen.

Vorlage: Session-Eintrag (für neue Einträge kopieren)

Datum
Baustein
Ziel dieser Session
Unser Prompt (wortwörtlich)
(Prompt hier einfügen)
Claudes Antwort (kurz)
Was hat überrascht?
Was hat nicht funktioniert?
Veränderter Prompt
(verbesserter Prompt hier)
Ergebnis der Verbesserung
Claude als Kritiker?
ja / nein
Erkenntnis

Die verbindliche Datenbasis liegt in den Unternehmensdaten; Annahmen sind dort im Annahmen-Log gesondert markiert.